Ob dein Hund ein gesundes Gewicht hat, erkennst du mit drei einfachen Checks: Du solltest die Rippen ertasten können, ohne fest drücken zu müssen, von oben eine erkennbare Taille sehen und von der Seite einen Bauch, der sich nach hinten einzieht. Wenn die Rippen kaum zu finden sind und die Taille verschwunden ist, trägt dein Hund wahrscheinlich zu viel Gewicht mit sich.
Weil das ideale Gewicht je nach Rasse enorm variiert, ist diese „Körperkonditions”-Methode aussagekräftiger als eine reine Zahl auf der Waage.
Die drei Checks
- Der RippencheckStreich mit beiden Händen entlang der Flanken deines Hundes. Du solltest die Rippen unter einer dünnen Fettschicht ertasten können — etwa so, wie sich dein Handrücken anfühlt. Wenn du kräftig drücken musst, um sie zu spüren, deutet das auf Übergewicht hin. Wenn sie schon beim Anschauen sichtbar hervorstehen, auf Untergewicht.
- Der TaillencheckSchau von oben auf deinen Hund. Ein Hund mit gesundem Gewicht hat hinter den Rippen eine erkennbare Einschnürung — eine Taille. Wenn die Silhouette von oben gerade oder nach außen gewölbt ist, ist das ein Zeichen für Übergewicht.
- Der ProfilcheckBetrachte deinen Hund von der Seite. Der Bauch sollte von der Brust nach hinten leicht aufsteigen — also nicht auf einer Linie mit der Brust hängen oder nach unten durchhängen.
Warum Gewicht so wichtig ist
- Gelenkbelastung und ArthroseJedes zusätzliche Kilo belastet die Gelenke dauerhaft und kann Arthrose auslösen oder verschlimmern — die häufigste Gelenkerkrankung bei Hunden.
- Herz- und AtemproblemeÜbergewicht belastet Herz und Lunge, reduziert die Ausdauer und erhöht das Risiko für ernsthafte Erkrankungen.
- Kürzere LebenserwartungIn einer Langzeitstudie mit Labrador Retrievern lebten schlank gefütterte Hunde deutlich länger als Hunde, die frei fressen durften. Eine Studie mit über 50.000 Hunden aus 12 Rassen ergab zudem, dass übergewichtige Hunde je nach Rasse bis zu etwa zweieinhalb Jahre kürzer lebten.
Nicht nur die Zahl — den Verlauf beobachten
Eine einzelne Wiegung sagt wenig; die Entwicklung über Wochen und Monate sagt viel. Wiege deinen Hund regelmäßig unter gleichen Bedingungen (gleiche Waage, möglichst gleiche Tageszeit) und beobachte den Trend.
- Kleine HundeNimm deinen Hund auf den Arm, stell dich mit ihm auf die Badezimmerwaage und zieh dann dein eigenes Gewicht ab.
- Große HundeAm einfachsten beim Tierarzt wiegen lassen — viele Zoohandlungen haben ebenfalls Plattformwaagen.
In der Yuki App kannst du das Gewicht deines Hundes im Zeitverlauf erfassen und als übersichtliches Diagramm sehen — so erkennst du schleichende Veränderungen frühzeitig und kannst beim nächsten Tierarztbesuch eine vollständige Gewichtshistorie vorlegen.
Was tun, wenn der Hund Übergewicht hat?
Beginne beim Tierarzt — er kann medizinische Ursachen wie Schilddrüsenprobleme ausschließen, eine sichere Reduktionsrate empfehlen und Ratschläge zur Portionierung geben. Generell gilt: Futter leicht reduzieren, Leckerlis konsequent einsparen und die Aktivität behutsam steigern. Crash-Diäten sind für Hunde genauso kontraproduktiv wie für Menschen. Zeiten und Mengen findest du im Futterplan für Hunde.
Das Fazit
Drei kurze Checks zu Hause geben dir eine gute Einschätzung des Körperzustands. Wiege regelmäßig, beobachte den Verlauf und scheue dich nicht, bei Auffälligkeiten den Tierarzt zu fragen — ein schleichendes Übergewicht ist früh aufgefangen leicht zu korrigieren. Passend dazu: wie lange man mit dem Hund Gassi gehen sollte und Hundeimpfungen im Blick behalten.
⚠️ Wichtig: Diese Anleitung gibt einen allgemeinen Überblick. Für eine fundierte Beurteilung und individuelle Ernährungsempfehlungen ist dein Tierarzt die richtige Anlaufstelle.